Wer sich für längere Zeit im Ausland aufhält, muss damit rechnen, krank zu werden. Ohne eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung können die Kosten schnell in die Höhe schnellen. Denn ein Arztbesuch oder die Medikamente sind im Ausland oftmals teurer, als hier in Deutschland. Es ist zwar möglich, sich auch im Ausland zu versichern, aber die Möglichkeiten hängen von dem jeweiligen Land ab. Teilweise zählt auch der jeweilige Aufenthalts-Status des Versicherten.

Es gibt für eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung verschiedene Laufzeiten. Sie kann zum Beispiel für sechs Wochen, ein Jahr, fünf Jahre und sogar unbegrenzt abgeschlossen werden. Das hängt davon ab, wie lange der Auslandsaufenthalt andauern soll. Für Studenten gibt es Extra-Konditionen.

Wer aus beruflichen Gründen ins Ausland wechselt und dort einen Arbeitgeber hat, der wird in der Regel über diesen versichert. Auswanderer hingegen, die noch über kein festes Arbeitsverhältnis verfügen oder sogar Selbstständig sind, ist auf jeden Fall zu einer Langzeit-Auslandskrankenversicherung zu raten. Denn je nach Schwere der Krankheit kann das zur Folge haben, dass eine Rückkehr nach Deutschland erfolgen muss, weil im Ausland keine Langzeit-Auslandskrankenversicherung besteht und die Kosten für eine Behandlung in den wirtschaftlichen Ruin führen können. Denn allein das Rückflugticket, über das die meisten Auswanderer logischerweise nicht verfügen, kann schon sehr teuer werden.

Für gewöhnliche Urlaubsreisen ins europäische Ausland sollte sich vor dem Abschluss einer Langzeit-Auslandskrankenversicherung vorher bei der Krankenkasse erkundigt werden, ob nicht in dem betreffenden Land ein Versicherungsschutz von Seiten der gesetzlichen oder privaten Krankenkassen besteht.