Wie für jedes andere Kraftfahrzeug auch muss für jedes Mofa, welches in Betrieb genommen wird, eine Versicherung abgeschlossen werden. Die Versicherung gilt hier immer ab dem 01. März eines Jahres und endet am 28. bzw. 29 Februar des Folgejahres. Dann ist ein neuer Abschluss notwendig. Als Nachweis der Versicherung gilt grundsätzlich das Mofa-Kennzeichen, welches am Fahrzeug angebracht werden muss.

Die wichtigste Versicherung für das Mofa ist die Haftpflichtversicherung. Sie schützt den Fahrer vor den Ansprüchen Dritter, wenn beispielsweise ein Unfall geschieht. Ist keine Mofa-Versicherung vorhanden, müsste der Mofa-Fahrer für diese Ansprüche selbst aufkommen. Sind Sachschäden oft noch bezahlbar, können die Kosten von Personenschäden, vor allem wenn diese durch den Unfall dauerhaft geschädigt sind, unbezahlbar werden. Nicht selten entstehen durch Krankenhaus- und Rehakosten sowie durch die Zahlung einer lebenslangen Unfallrente Kosten von einigen Millionen Euro. Wer dann keine Mofa-Versicherung vorweisen kann, ist finanziell ruiniert. Daher schreibt schon der Gesetzgeber die Haftpflichtversicherung für Mofafahrer vor.

Daneben gibt es die Möglichkeit, den Versicherungsschutz durch den Abschluss einer Kaskoversicherung zu erhöhen. Hier ist es möglich, die so genannte Teilkaskoversicherung abzuschließen, die die Kosten von Diebstahl, Glasbruch, Brand und Sturmschäden übernimmt. Je nach Wunsch kann die Teilkaskoversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen werden. In der Regel liegt die Selbstbeteiligung bei 150 Euro, bei einigen Versicherungsunternehmen kann aber auch eine Selbstbeteiligung von 300 Euro vereinbart werden. Je höher die Selbstbeteiligung vereinbart wird, desto günstiger sind die Versicherungsprämien.

Beim Abschluss einer Mofa-Versicherung ist es wichtig, die Preise sowie die Leistungen der einzelnen Versicherungen zu vergleichen. Anbieter der Mofa-Versicherung gibt es zahlreich. Für den Vergleich ist insbesondere die Höhe der Schadensabsicherung wichtig. Einige Versicherungsunternehmen sichern Personenschäden nämlich nur bis zu einer Höhe von 2,5 Millionen Euro, andere wiederum decken die Kosten bis zu 100 Millionen Euro. Je höher der Versicherungsschutz, desto besser ist dies für den Versicherungsnehmer.

Zu den Versicherungsunternehmen mit einer Haftpflichtdeckung von 100 Millionen Euro zählen beispielsweise die WGV Versicherung, die HUK sowie die HanseMerkur. Zu beachten ist jedoch, dass sowohl die HUK als auch die HanseMerkur Mofa-Fahrer erst ab 23 Jahren versichern.