Unter den Begriff der Risikoversicherungen fallen grundsätzlich alle Versicherungen, die Risiken wie den Todesfall, die Berufsunfähigkeit oder den Krankheitsfall abdecken. Sie leisten im jeweiligen Versicherungsfall meist eine vorher vereinbarte Summe, mit der dann die Hinterbliebenen abgesichert oder die finanziellen Folgen des Versicherungsfalls beglichen werden können. Dabei werden Leistungen der Risikoversicherung jedoch nur dann fällig, wenn der Versicherungsfall eintritt. Ist der Versicherte nicht betroffen, werden keine Leistungen bezahlt.

Die wichtigste Risikoversicherung ist nach wie vor die Risikolebensversicherung. Die sichert die Hinterbliebenen im Todesfall ab und überweist den Hinterbliebenen dann die vereinbarte Versicherungssumme. Diese kann frei vereinbart werden, sie sollte jedoch in jedem Fall vorhandene Kredite sowie das Nettoeinkommen von zwei Jahren abdecken. So können laut kredite-infoportal.de die Hinterbliebenen einerseits einen laufenden Kredit zurückführen, zum anderen aber auch die Beerdigungskosten bezahlen und das Leben weiter finanzieren. Zumindest um finanzielle Probleme müssen sich die Hinterbliebenen dann keine Sorgen mehr machen. Um einzig vorhandene Kredite abzusichern, bieten viele Banken eine Restschuldversicherung, die ebenfalls auf Basis der Risikolebensversicherung abgeschlossen wird.

Um die Risikoversicherung mit einem Sparplan zu kombinieren, kann alternativ zur Risikolebensversicherung auch eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen werden, die dann auch die Möglichkeit der Altersvorsorge bietet.

Eine weitere Risikoversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie kann entweder als Einzelvertrag, aber auch als Zusatzversicherung zu einer bestehenden Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen werden. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist schon seit vielen Jahren notwendig, da die gesetzliche Absicherung deutlich reduziert wurde und somit im Fall einer Berufsunfähigkeit finanzielle Probleme drohen können. Die private Versicherung überweist dann jedoch eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente oder auch auf Wunsch eine Einmalzahlung bei Berufsunfähigkeit, um die jeweiligen Kosten tragen zu können. Somit bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung die Möglichkeit, den Verdienstausfall zu kompensieren und das Leben trotz Einschränkungen weiter genießen zu können.

Bei beiden Risikoversicherungen richtet sich die Versicherungsprämie nach dem Risiko, welches die Versicherung mit dem Vertragsabschluss eingeht. So wird zum einen das Alter, aber auch das Geschlecht sowie der Gesundheitszustand berücksichtigt. Um den Gesundheitszustand besser beurteilen zu können, müssen im Versicherungsantrag verschiedene Gesundheitsfragen beantwortet werden. Sofern Vorerkrankungen oder aber Risiken wie Übergewicht oder Bluthochdruck bestehen, wird mitunter ein Risikoaufschlag fällig. Die Höhe dieses Aufschlages wird die Versicherung dann in einem speziellen Angebot angeben.